Öffentlichkeits- und Basisarbeit

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Internet

Die schnellste und bequemste Art, Informationen über die Ziele und Serviceleistungen des ÖGB zu bekommen, bietet das Internet. Die Homepages des österreichischen Gewerkschaftsbundes (www.oegb.at) und der einzelnen Gewerkschaften bieten ein breitgefächertes Angebot an Informationen: Über Möglichkeiten der Weiterbildung, aktuelle Presseaussendungen und Stellungnahmen von GewerkschaftsvertreterInnen, rechtliche Informationen, Publikationen, Kontaktadressen, Veranstaltungen usw.

Mit unserem Newsletter-Service erhaltest du deine persönlich zusammengestellte Auswahl an Informationen per E-Mail oder sms.

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Aktionstage

Eine Form, eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen, sind Aktionstage, an denen in Betrieben und auf der Straße Veranstaltungen organisiert werden. Ein besonders breitenwirksamer Aktionstag (mit über 600 Veranstaltungen) fand im Juni 2000 statt, um auf die geplanten Belastungen der schwarz-blauen Regierung aufmerksam zu machen.

Höhepunkte dieses Aktionstages

Andere Aktionstage waren z. B. eine Protestaktion der ÖGB-PensionistInnen gegen den sie besonders betreffenden Sozialabbau in allen Landeshauptstädten oder der Aktionstag des Europäischen Gewerkschaftsbundes zur Verbesserung der EURO-Betriebsrats-Richtlinie.

Informationskampagnen

Der ÖGB beteiligt sich auch an überparteilichen Plattformen, um gemeinsam mit anderen Organisationen und Einzelpersonen, welche die selben Interessen verfolgen, an die Öffentlichkeit zu treten und Aufklärung zu betreiben.

Ein Beispiel dafür ist die Kampagne für den arbeitsfreien Sonntag, die von nicht weniger als 46 Organisationen gegen die Flexibilisierung der Arbeitszeiten unterstützt wurde.

Auch das Volksbegehren "Sozialstaat Österreich" wurde vom ÖGB unterstützt. Es ging um die Verankerung des Sozialstaatsprinzips in der Verfassung. Die soziale Verträglichkeit soll bei Gesetzgebung und Vollziehung mitberücksichtigt werden. Im April 2002 unterschrieben 717.314 ÖsterreicherInnen das Volksbegehren. Der Sozialausschuss des Parlamentes wurde dadurch verpflichtet, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Die Ziele des Volksbegehrens werden durch ein Sozialforum weiter vertreten.

Beispiel Österreichische Gewerkschaftsjugend

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Bildung

Zu den Aufgaben einer Gewerkschaft gehört die Herausgabe von Publikationen, Fachzeitschriften und Aufklärungsmaterial. Auch Bildungseinrichtungen müssen geschaffen werden, um Fachkurse, Vorträge und veranstaltungen für FunktionärInnen und Mitglieder anbieten zu können. Gut ausgebildete GewerkschafterInnen sollen über soziale, arbeitsrechtliche und wirtschaftliche Themen in ausreichender Weise Bescheid wissen, um die Vorhaben der ArbeitgeberInnenseite richtig analysieren zu können.

Die Fortbildung der Mitglieder muss auf verschiedenen Ebenen erfolgen, sei es durch Kurse, sei es durch verteilte Broschüren, sei es in Betriebsbibliotheken.

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VÖGB

Der Verband Österreichischer Gewerkschaftlicher Bildung (VÖGB) ist der Dachverband der gewerkschaftlichen Bildungseinrichtungen. Die Aus- und Weiterbildungsseminare sind speziell auf die spezifischen Bedürfnisse der TeilnehmerInnen abgestimmt: Es gibt Seminare für BetriebsrätInnen, PersonalvertreterInnen, Frauenseminare, Seminare für Behindertenvertrauenspersonen oder SozialversicherungsvertreterInnen. Über das bestehende Angebot hinaus besteht auch die Möglichkeit, maßgeschneiderte und anlassbedingte "Rufseminare" anzufragen und in Anspruch zu nehmen.

Eine Skriptenbank bietet Unterrichtsmaterialien für die gewerkschaftliche Bildungsarbeit und einen Fernlehrgang, um sein Wissen in eigenem Lerntempo zu vertiefen.

Der VÖGB tritt auch mit Ausstellungen ("Strudlhofgalerie"), politischen und kulturellen Veranstaltungen (z. B. Kultur- und Bildungscocktail; Strudlhofgespräche) und regelmäßigen Podiumsdiskussionen an die Öffentlichkeit. Vor allem das jährlich stattfindende Senghofer-Symposium führt nicht zuletzt durch seine prominent besetzten Diskussionsrunden immer wieder zu einem großen Publikum- und Medienecho.

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Gewerkschaftspublikationen

Die Publikationen des ÖGB und der Gewerkschaften bieten ein reichhaltiges Informationsangebot für alle Zielgruppen: von der peppigen Jugendzeitung bis zu wirtschaftlichen Fachinformationen. Hier eine kleine Auswahl:

  • Solidarität: Die Monats-Zeitschrift des ÖGB: Aktuelles, Reportagen, Arbeitswelt, Fixpunkte . . .
  • Hallo: Das Magazin der Österreichischen Gewerkschaftsjugend: Bunt, schrill, schräg und vor allem jung.
  • Arbeit & Wirtschaft: Herausgegeben von ÖGB und AK; Vielfältige Meinungen und Grundlagen für geistige Auseinandersetzungen mit den verschiedensten Themenbereichen.
  • ÖGB-Nachrichtendienst: Information zu Gewerkschaft und Politik direkt vom ÖGB.
  • Cult & Card: Das ÖGB-Magazin für Kultur, Bildung und Service, Veranstaltungen, Konzerte, Seminare etc.

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Mitgliederbefragung

Mitgliederbefragungen können eine kraftvolle Unterstützung von Gewerkschaftsanliegen sein. Am 19. Juli 2001 beschloss der aufgrund der sozialen Entwicklungen in Österreich außerordentlich einberufene Bundesvorstand einstimmig, von September bis Oktober des selben Jahres eine Urabstimmung unter den Mitgliedern aller Gewerkschaften durchzuführen. Thema der Abstimmung waren die soziale Lage und mögliche zu ergreifende Kampfmaßnahmen. Eine große Mehrheit der Befragten ist Streiks etc. gegenüber nicht abgeneigt, wenn es die Situation erfordert.

Abstimmungsberechtigte ÖGB-Mitglieder: 1.428.409 Insgesamt beteiligten sich 807.192 Mitglieder an der ÖGB-Urabstimmung. (Wahlbeteiligung: 56,5 %)

Ergebnisse der Mitgliederbefragung

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Neue Formen der Mitbestimmung

Die immer größer werdende Verbreitung der neuen Medien Internet, E-mail und sms veranlasste den ÖGB, diese noch stärker als zuvor in seine Arbeit einzubinden. Mitte August 2001 startete der ÖGB die Veranstaltungsreihe "startschuss-zukunft - Konferenzen zur Zukunft der Arbeitswelt".

Als Begleitmaßnahme der insgesamt acht Konferenzen fanden Mitgliederbefragungen via E-mail, sms und auf der ÖGB-Website im Internet statt, um allen interessierten Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, bei Zukunftsthemen mitzusprechen. Wöchentlich wurde via sms und parallel auch online eine Frage gestellt, die mit "ja" oder "nein" beantwortet werden konnte. Wer darüber hinaus einen Kommentar abgeben wollte, konnte dieses per E-mail tun. Bis April 2002 wurden ca. 50.000 Stimmen zu den Fragen abgegeben, davon allein 20 000 betreffend die Weiterentwicklung der betrieblichen Mitbestimmung.

Die Interessengemeinschaften

Die GPA entwickelte mit den sogenannten "Themenplattformen" eine neue Form der Mitbestimmung. Jedes Mitglied hat das Recht, die Bearbeitung von Themen zu initiieren bzw. dabei mitzuwirken.

Es handelt sich um zeitlich begrenzte und themenbezogene Mitgestaltung. Die GPA stellt die personellen und finanziellen Ressourcen zur Verfügung. Mitglieder, die gleiche/ähnliche Tätigkeiten ausüben, bekommen die Möglichkeit, sich über berufsspezifische Themen zu informieren, ihre Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Die Interessengemeinschaften unterscheiden sich von traditioneller Gewerkschaftsarbeit, da ihnen keine betriebliche Struktur zugrunde liegt. Die Themenplattform kann aus ihrem Kreis einen/eine VertreterIn in den GPA-Bundesvorstand wählen.

2004 waren bereits folgende Themenplattformen eingerichtet:

  • work@professional (Gemeinschaft der Fach- und Führungskräfte)
  • work@flex (WerkvertragsnehmerInnen und Selbständige ohne Angestellte)
  • work@IT (Neuen Medien und in der EDV-Branche)
  • work@social (Alten-, Kranken- und Behindertenbetreuung)
  • work@education (ErwachsenenbildnerInnen)
  • work@external (AußendienstmitarbeiterInnen vom Servicetechniker bis zur Leiterin eines internationalen Forschungsprojektes)

kv-net

Auch bei der Kollektivvertragspolitik setzt die GPA auf Beteiligung der Mitglieder. Der Bundesvorstand initiierte dafür das Projekt "kv-net", das anhand von sechs Themenkomplexen die zukünftige Rolle des Kollektivvertrages untersucht: Wissen und Bildung, Arbeit, Gesellschaft, Wirtschaft, Einkommen, Instrument Kollektivvertrag.

Jeder/jeder kann ohne Vorkenntnisse dabei sein. Es gibt mehrere Wege sich am bundesweiten Diskussionsprozess zu beteiligen:

  1. Diskussion auf der Webplattform: Die Foren werden von ModeratorInnen betreut und stehen jeder/jedem offen.
  2. Teilnahme an Veranstaltungen: Veranstaltungen finden in den Regionen und Wirtschaftsbereichen statt und sind auf unterschiedliche Zielgruppen ausgerichtet.
  3. Statement abgeben: Per E-Mail oder herkömmlichen Brief können alle Interessierten ihre Meinung an ein eigens eingerichtetes Postfach schicken.
  4. Multiplikatorfunktion: Als ProjektmitarbeiterIn kann in Eigeninitiative (mit Unterstützung der Gewerkschaft) ein Diskussionskreis, eine Betriebsversammlung oder eine Mitgliederbefragung eingeleitet werden.

Frage zur Selbstkontrolle

Wie beurteilen Sie die Öffentlichkeits- und Basisarbeit des ÖGB? Welche Gewerkschaftspublikationen kennen Sie?


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