Arbeit
Aus WIGBIT
Flexibilisierung der Arbeit
In der Arbeitswelt vollziehen sich grundlegende Änderungen: Internationalisierung der Unternehmen, innerbetriebliche Umstrukturierung und Änderungen der Wertvorstellungen in der Gesellschaft drängen Rechte und Mitbestimmung der ArbeitnehmerInnen sowie die Möglichkeiten gewerkschaftlicher Interessenvertretung immer stärker an den Rand.
Susanne Schunter-Kleemann sagt dazu: "Unter dem Eindruck der Globalisierung kommt es zu einem Wertewandel in der Arbeitswelt und zur 'Einschwörung der Menschen auf die Kapitalinteressen' sowie zu einem Wandel der Werte in der Gesellschaft. Unternehmerisches Denken, Mobilität, Flexibilisierung und Risikobereitschaft sowie Konkurrenz, eine 'giftige Mischung aus Wettkampfethos, Rassismus und Nationalismus' tritt an die Stelle 'sozialer Sentimentalität."
"Flexibilisierung darf keine Einbahnstraße sein."
Für die Wirtschaft ist "Flexibilisierung" ein anderes Wort für "Lohnkürzung". Kommentare aus einer Pressekonferenz im Februar 2005 von:
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Ungleichheiten zwischen Vermögens- und Erwerbseinkommen
Der Steuerausfall aus Gewinnen und Vermögen ist so massiv, dass die Finanzminister die nötigen Staatseinnahmen zunehmend woanders herholen müssen: von Löhnen und Gehältern (und einkommenssteuerpflichtigen KleinunternehmerInnen).
Der Faktor Arbeit ist immobil – nicht alle können ihren Arbeitsplatz kurzerhand nach Liechtenstein übersiedeln.
EU-Kommissar Mario Monti hat 1998 vorgerechnet, dass in der EU die durchschnittliche Besteuerung von Arbeit in den letzten 15 Jahren von 35 auf 42% angestiegen ist (während die Kapitalbesteuerung von 45 auf 35% zurückging).
Verhältnisse in Österreich
In Österreich ist die Scherenentwicklung noch krasser: Der Anteil der Unternehmensgewinnsteuern am Gesamtsteueraufkommen hat sich seit 1965 von 27 auf 14% halbiert. Gleichzeitig hat sich der Anteil der Lohnsteuer am Gesamtsteueraufkommen von 10 auf 30% verdreifacht.
Was die meisten aber nicht wissen: Wären Gewinne und Vermögen angemessen besteuert, könnte der Staat bei deutlich geringerer Lohn- und Einkommenssteuer dieselben Leistungen und sogar noch mehr davon erbringen, auf die schließlich niemand verzichten will: Schulen, Krankenhäuser, Straßen und Eisenbahnen, Postämter, Museen, Pensionen, soziale Sicherheit.
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