Beispiel Haferschrot
Aus WIGBIT
Dieses fiktive Beispiel zeigt auf, wie ein Betriebsrat betriebliche Öffentlichkeitsarbeit praktisch umsetzen kann.
Inhaltsverzeichnis |
Worum geht's? - Analyse
In unserem Beispiel will der Betriebsrat der fiktiven Firma Haferschrot sein Image bei den Beschäftigten verbessern.
Mehr über die Situation im Betrieb erfährst Du, wenn du das Audio mit einem Klick auf die Play-Taste startest.
Audiobeitrag 1 (0:48 Min, 755 kb)
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Zerlegt man das Image in mehrere Komponenten, kann es gemessen werden. Dazu werden Eigenschaften wie z.B. stark, einflussreich, kompetent, achtet auf gesunde Arbeitsplätze etc. bei wichtigen Zielgruppen abgefragt. Das kann in unserem Beispiel mit einer Befragung geschehen.
Denkbar sind auch Interviews mit ausgewählten Beschäftigten. Die Entscheidung, wie genau die Analyse gemacht wird, hängt auch von den verfügbaren Mitteln ab. Selbst wenn gar kein Geld da ist, sollten ausgewählte Personen aus der Zielgruppe zu ihrem Bild des Betriebsrats/der Personalvertretung befragt werden.
Die Betriebsrätin erzählt von der Analyse:
Audiobeitrag 2 (01:16 Min, 1.16 MB)
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Was wir wollen - Ziele
Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass eine Image-Änderung gut täte. Außerdem will der Betriebsrat seine Bekanntheit bei neuen Beschäftigten stärken.
Gemeinsam werden zwei Ziele festgelegt:
- Alle neuen Beschäftigten sollen nach spätestens einem Monat im Betrieb Kontakt mit einem Betriebsrat oder einer Betriebsrätin gehabt haben.
- Bis Ende des kommenden Jahres soll sich das Image des Betriebsrats folgendermaßen verändern: Der Betriebsrat wird als kompetent, engagiert und wählbar gesehen.
Vorsätze sind gut, Kontrolle ist besser. Was hat der Haferschrot-Betriebsrat zur Kontrolle seiner Ziele getan? Starte das Audio mit einem Klick.
Audiobeitrag 3 (0:31 Min, 484 kb)
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Wen wir ansprechen - Zielgruppen
Die Zielgruppe der Imagekampagne besteht aus:
- Beschäftigten in der Zentrale
- Beschäftigten in Filialen
- FahrerInnen
In der Zielgruppe der Kampagne zur Erhöhung der Bekanntheit sind: neue Beschäftigte.
Die zwei Ziele werden also an zwei verschiedenen Zielgruppen festgemacht. Weitere Zielgruppen außerhalb des Betriebs sind befreundete BetriebsrätInnen, die nach ihren Erfahrungen mit Imagekampagnen gefragt werden können. Das Ziel ist hier Erfahrungsaustausch.
Was wir tun - Kommunikationsmittel
Um das Image zu verbessern, will der Betriebsrat stärker kommunizieren – und zwar jene Themen, bei denen es offene Forderungen aber auch Erfolge gibt.
Dazu setzt der Betriebsrat auf
- Briefe (mit Geschenken wie einem Betriebsratssticker),
- Flugblätter (zum Verteilen und fürs Schwarze Brett)
- eine Betriebsrats-Frühstücksbox
- Gespräche.
Das wichtigste Kommunikationsmittel bleibt wie bisher das persönliche Gespräch. Die Gespräche mit KollegInnen in den Filialen sollen ausgebaut werden – z.B. bei Besuchen nach der Einstellung neuer Beschäftigter.Die Flugblätter sind kurz und werden eher gelesen als z.B. eine ganze Zeitung. Mit dem ersten Flugblatt stellt sich der Betriebsrat vor.
Wie die Entscheidung für diese Kommunikationsmittel gefallen ist, erklärt unsere Betriebsrätin:
Audiobeitrag 4 (01:22 Min, 1.26 MB)
Hier geht es zur Textversion des vierten Audios.
Für einen besseren Überblick erstellt der Betriebsrat eine Tabelle, die den Einsatz der Kommunikationsmittel zeigt. Die Tabelle ist als Multiple-Choice-Test hier abgebildet. Mit den bisherigen Informationen aus dem Text und den Erzählungen der Betriebsrätin solltest du sie leicht ausfüllen können.
Bitte markiere in der folgenden Tabelle zu jeder Zielgruppe diejenigen Kommunikationsmittel, mit denen diese Gruppe gut zu erreichen ist. Dazu klickst du einfach in das Feld, das du markieren möchtest. Wenn du alle gewünschten Felder markiert hast, klicke auf "Auswertung".
Zur Tabelle Kommunikationsmittel
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Als wichtigstes Kommunikationsmittel (Leitmedium) der Öffentlichkeitsarbeit wird das Gespräch festgelegt. Daher weist jedes Flugblatt und jeder Brief auf die Erreichbarkeit des Betriebsrats (Telefonnummer, Sprechstunde) hin.
Auch die FahrerInnen sollen, wenn sie in die Zentrale kommen, die Möglichkeit zum direkten Kontakt haben. Dadurch rücken die Mitglieder des Betriebsrats in den Vordergrund: Sie sind kompetent und engagiert und stärken mit ihrer Arbeit das Image des Betriebsrats.
Der Betriebsrat hat beschlossen, thematische Schwerpunkte zu setzen. Ein Thema wird „durchgezogen“ und in allen Medien behandelt – also in den Flugblättern, im persönlichen Gespräch und am schwarzen Brett.
Ein Grafiker entwirft für den Betriebsrat ein passendes Logo. Es kommt in Zukunft auf alle schriftlichen Unterlagen, auf das schwarze Brett und auch auf die Frühstücksbox. Außerdem wird ein Layout für die Flugblätter entworfen, das immer gleich bleibt. Damit ist sicher gestellt, dass alle die Flugblätter als Medien des Betriebsrats erkennen.
Eine Imagekorrektur ist langfristig zu sehen und nach einem Jahr noch nicht abgeschlossen. Spätestens im dritten Quartal sollte daher das Folgejahr geplant werden. Der Zeitplan zeigt, wann welche Kommunikationsmittel eingesetzt werden.
Bitte fahre mit der Maus über die roten Dreiecke, um die Zusatzinformationen zu lesen.
Hier geht's zur Tabelle Zeitplan
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Finanzierung
Das neue Logo und die professionellen Fotos sind eine einmalige Ausgabe. So wie die Flugblätter, Briefe und die Frühstückbox werden sie aus dem Betriebsratsfonds finanziert. Ein genauer Budgetplan kann erst nach dem Einholen der Angebote fixiert werden.
Die Arbeitszeit der freigestellten und nicht-freigestellten Betriebsratsmitglieder wird entsprechend dem Zeitplan verteilt, ebenso die Finanzmittel.
Umsetzung
Als Beispiel für die Umsetzung siehst du hier ein Flugblatt des Betriebsrats der Firma Haferschrot:
Kontrolle
Die Erfolgskontrolle erfolgt am Ende des Jahres mit der Befragung der Beschäftigten. Die Betriebsrätin fasst die Ergebnisse zusammen:
Audiobeitrag 5 (0:26 Min, 413 kb)
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