Billiglohnländer
Aus WIGBIT
Lohndumping und fehlende Arbeitsrechte
Fabriken in den westlichen Industrienstaaten werden reihenweise geschlossen, die Produktion wird in so genannte Billiglohnländer verlagert. Als Begründung werden zumeist zu hohe Lohnnebenkosten genannt.
In Billiglohnländern sind Gewerkschaften zumeist verboten, es gibt kein Streikrecht, dafür aber
- fehlende Sozialstandards,
- Arbeitswochen von mehr als 70 Stunden,
- schwere Arbeitsunfälle aufgrund mangelnder Schutzvorrichtungen
- und wenig bis keine Umweltschutzauflagen.
Gleichzeitig werden diese Zulieferbetriebe brutal gegeneinander ausgespielt.
Im Filmausschnitt aus "Santa's Workshop" von Kristina Bjurling und Lotta Ekelund (China/Schweden 2004 - deutsch synchron) sehen wir, was Disney u.a. in Billiglohnländern treiben:
Kinderarbeit
Levis, die sich lange dagegen verwehrten, ihre Produktionen auszulagern, taten es schließlich ihren Konkurrenten gleich und erhöhten ihren Umsatz um 400%:
aus "Lewis - ArbeiterInnen der Welt"von Marie-France Collard, Frankreich 2002
Der Diskurs zu Kinderarbeit muss aus unterschiedlichen Blickwinkeln geführt werden.
Es handelt sich um Heranwachsende,
- die zum Gesamteinkommen der Familie beitragen müssen und dadurch vom Besuch der (Grund-)Schule abgehalten werden;
- deren Angehörige beispielsweise an HIV verstorben sind und die für ihr eigenes Überleben arbeiten.
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