Hintergründe

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Was Globalisierung mit mir zu tun hat

Die Produktion wird global organisiert.

Heute konkurrieren alle Unternehmen in allen Regionen der Welt miteinander.

  • Die Geschäftsleitung droht mit Produktionsverlagerungen, um Beschäftigte und Belegschaft unter Druck zu setzen.
  • Viele Unternehmen sind in den vergangenen Jahren durch Firmenaufkäufe und Übernahmen zu Zweigwerken und abhängigen Tochterunternehmen großer und teilweise international agierender Unternehmen geworden. Wesentliche Entscheidungen werden weit entfernt in den nicht mehr erreichbaren Konzernzentralen gefällt. Dadurch sind wichtige Entscheidungen dem Einflussbereich der lokalen Betriebsräte - und damit der Gewerkschaft - entzogen. Der örtliche Verhandlungspartner geht verloren.
  • Arbeitslosigkeit: Nicht zuletzt auf Grund der Rationalisierungsentscheidungen vieler Unternehmen steigt die Anzahl der Arbeitslosen zunehmend an.

Quelle: Gewerkschaftskunde von Martin Bolkovac und Michael Vlastos

Weder das derzeitige Globalisierungs-Modell ist unausweichlich noch der "freie Markt".

Gewerkschaften werden als Hindernis gesehen

Vom derzeit herrschenden neoliberalen Wirtschaftssystem werden Gewerkschaften als Hindernis verstanden.

Warum das so ist, welche Auswirkungen das auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, soziale Errungenschaften und die Umwelt hat, werden wir auf den folgenden Seiten betrachten sowie Strategien und erfolgreiche Beispiele der Gegenwehr vorstellen.

Einer der ersten Vordenker des Neoliberalismus ist der amerikanische Nationalökonom Milton Friedman, der u.a. den Rückzug der Politik aus der Wirtschaft und die Akzeptanz einer "natürlichen" Arbeitslosigkeit forderte.

In einem Interview anlässlich des 50. Jahrestages der Société du Mont Pèlerin macht er die eigentlichen Gegner namhaft:

von Jean Ducron, F 1999
mehr Infos bei normale.at

Normal ist, was uns gerne verschwiegen wird

"... Diese neuen Techniken der Reglementierung des Geistes sollten von intelligenten Minderheiten genutzt werden, um dafür zu sorgen, dass der Pöbel nicht auf falsche Gedanken kommt. Mittels der neuen Techniken der Gedankenkontrolle ist dies jetzt ohne weiteres möglich." aus „Propaganda“ von Edward Bernays (1925).

Das Buch "Propaganda" ist auch heute noch das Standardwerk der Public Relation-Industrie.

Nicht nur liegt die Informationsvermittlung zunehmend in Händen weniger profit-orientierter Medienkonzerne, die sich mitunter im Besitz von Waffenproduzenten befinden. Sondern es sorgen auch neoliberale think tanks, wie in Deutschland die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) dafür, dass uns "profit over people"-Reformen völlig normal erscheinen sollen (Quelle: Die Zeit).

Uns erreicht daher zumeist ungenügende, unzusammenhängende oder medial verfälschte Information. Gegenwärtig stellt sich die Medienkonzentration wie folgt dar (Bild zum Vergrößern bitte anklicken):

Bild:medienmogule_pre.jpg

Medien-Mogule

Quelle: www.mediachannel.org (PDF, 1MB)

Das Medien-Monitoring von Columbia Journalism Review liefert ein ausführliches Nachschlagewerk, welches Medienunternehmen im Besitz von welchem Medienkonzern ist (auf Englisch). Darunter natürlich auch europäische.


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