Illustrationen verwenden
Aus WIGBIT
Illustrationen sind Fotos, Zeichnungen, Karikaturen, Tabellen, Grafiken, Cartoons usw. Sie
- erzeugen Neugierde,
- dokumentieren Sachverhalte,
- stellen Bezüge zwischen Lesenden und Personen her, die im Text beschrieben werden.
Leserinnen und Leser wollen nicht mit "Alibibildern" abspeist werden. Ein Bild soll auffallen, verblüffen, unterhalten.
Grundsätzlich gilt:
- Das Bild gehört in die unmittelbare Nähe des Titels, denn diese beiden Elemente werden zuerst wahrgenommen.
- Lieber ein großes Foto verwenden als viele kleine.
- Auf den ersten Blick ist erkennbar, zu welchem Text ein Foto gehört.
- Zu viele gleichformatige Bilder wirken langweilig.
- Personen auf Fotos schauen möglichst zur Seitenmitte.
- Köpfe ohne jegliche Mimik und Gestik nicht zu groß erscheinen lassen, meistens genügt eine halbe Spalte, die Überschrift daneben.
Inhaltsverzeichnis |
Bild und Text
Wenn sich Bilder auf einen Text beziehen, dann sollten sie in der Nähe des Titels platziert sein, damit dieser Bezug klar wird.
Im Zweifelsfall ist es besser, ein großes statt vieler kleiner Fotos zu verwenden. Für Porträtfotos gilt das aber nur, wenn sich im Bild „etwas tut“, wenn gestikuliert wird oder Bewegung im Foto ist.
Porträts wirken einladender, wenn die abgebildete Person zur Mitte des Mediums schaut (das ist die Seitenmitte einer Zeitung, der mittige Bereich einer Website oder eines schwarzen Bretts etc.).
Bildplatzierung
Das Bild stets in die Nähe des Titels platzieren.
Bildtext
Eine Bildunterschrift enthält wichtige Informationen zum Foto und ist daher immer erforderlich.
Sie benennt das, was zu sehen ist: beispielsweise InterviewpartnerIn, RednerIn auf einer Betriebsversammlung, Ort und Zeitpunkt von Aktionen etc. Der Name des/der FotografIn darf nicht fehlen.
Die Bildunterschrift fasst in Worte, was am Bild zu sehen ist, enthält also z.B.
- die Namen der abgebildeten Personen,
- eine Beschreibung der Aktion oder
- einen Hinweis auf den Text, den das Foto illustriert.
Weitere Hinweise:
- Bildtexte werden meist in anderer Schrift als der Haupttext gesetzt.
- Bildtexte sollten möglichst kurz gesetzt sein.
- Bildtexte nicht einmal über, einmal unter dem Foto platzieren.
Bildbearbeitung
- Lieber ein Bild beschneiden als verzerren.
- Ein gut gewählter Ausschnitt kann die Aussagekraft eines Bildes erhöhen.
Auflösung beachten
Die Auflösung eines Fotos wird mit dpi (dots per inch) bezeichnet und gibt an, wie viele Bildpunkte pro Inch ein Foto aufweist. Ist die Auflösung zu gering, dann wirkt ein Foto unscharf oder körnig und ist nicht gut für den Abdruck geeignet.
Für Druckmedien (Zeitungen, Flugblätter e.t.c.) gilt: Je besser der Druck, desto höher sollte die Auflösung der Fotos sein. Wird eine Betriebsratszeitung in einer Druckerei gedruckt, dann braucht jedes Foto eine Auflösung von 300 dpi. Es lohnt sich jedenfalls, die Digitalkamera auf höchste Qualität einzustellen, wenn du für die Betriebsratszeitung fotografierst.
Im Internet werden Bilder mit einer Auflösung von nur 72 dpi verwendet.. Als Format für Digitalbilder haben sich .jpg und .tiff etabliert, Formate, die fast jedes Bildprogramm lesen kann
Rechtliches
Fotos sind urheberrechtlich geschützt. Das Recht, ein Foto in Printmedien oder im Internet zu verwenden, muss von professionellen FotografInnen erworben werden. Das gilt auch für jene Bilder, die im Internet gefunden werden! Auch wenn die Verwertungsrechte beim Betriebsrat liegen, den/die FotografIn neben dem Bild (z.B. in der Bildunterschrift) nennen.
Zusätzlich gilt das Recht am eigenen Bild der abgebildeten Personen. Wichtig ist dabei der Kontext, in dem die Person abgebildet ist: Durch Bloßstellung, Preisgabe des Privatlebens e.t.c. werden berechtigte Interessen verletzt, die eingeklagt werden können. Eine Ausnahme bilden zum Teil Personen des öffentlichen Lebens wie z.B. PolitikerInnen. Im Zweifelsfall lohnt es sich, eine schriftliche Zustimmung der abgebildeten, erkennbaren Person einzuholen.
Software zum Erstellen von Betriebszeitungen
Kostenlose Bilddatenbanken
ÖGB-Logo-Datenbank
- Weiter im Kurs "Betriebliche Öffentlichkeitsarbeit"
- Zurück zum Abschnitt Schrift gezielt einsetzen
- Zum Inhaltsverzeichnis des Kurses "Betriebliche Öffentlichkeitsarbeit"


