Team TA

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Gruppe und Team

Ein Team von BetriebsrätInnen oder PersonalvertreterInnen (BR/PV-Team) ist eine kleine Gruppe mit gleichem gewerkschaftspolitischen Ziel, nämlich der legitimen Vertretung ihrer KollegInnen und der Motivation, dieses Ziel gemeinsam zu erreichen. Ein BR/PV-Team setzt sich aus Teammitgliedern zusammen, die sich durch ihre Fähigkeiten und Erfahrungen ergänzen.

Jedes BR/PV-Team benötigt

  • qualifizierte Mitglieder, deren fachliche Kenntnisse sich ergänzen,
  • eine herausfordernde Tätigkeit (da gibt es ja sicher genug davon!),
  • eine gemeinsame - von der gewerkschaftlichen Organisation gestützte - Wertebasis,
  • von allen Mitgliedern akzeptierte Grundregeln des Verhaltens und
  • die Bereitschaft zu individueller und wechselseitiger Verantwortung.


Voraussetzungen für die Entwicklung eines BR/PV-Teams

  • Ein BR/PV-Team macht die anspruchsvolle Aufgabe aus, Vermittler zwischen dem Unternehmen und den Beschäftigten und außerdem Bindeglied zu der jeweiligen Fachgewerkschaft und dem ÖGB zu sein.
  • Am besten florieren Teams mit einer starken Leistungsethik. Die Arbeit des BR/PV-Team muss den Bedürfnissen von Belegschaft, Gewerkschaft und Teammitgliedern gerecht werden.
  • Ohne eine ausgeprägte Selbstverantwortlichkeit der Teammitglieder kann sich ein anspruchsvoller Teamgeist gar nicht entwickeln! Die Mitglieder müssen die Lösung ihrer gemeinsamen Aufgabe an die Spitze ihrer Bemühungen stellen.
  • Damit die Teammitglieder ihre Energie gemeinsam entfalten können, benötigen sie eine Menge Disziplin und Lernbereitschaft. Sie müssen ihre gemeinsame Aufgabe formulieren, eine Arbeitsstrategie festlegen und gemeinsam Verantwortung für ihre Arbeitsergebnisse übernehmen.

Teamarbeit beinhaltet Werte wie gut zuhören, auf die Ideen von anderen einzugehen, das Recht auf Kritik einzuräumen, die Interessen und Erfolge anderer anzuerkennen. All diese Werte machen die Arbeit effektiver und menschlicher.


Funktionen von Teams

  • Denklabor
--> Aktiviert Denkkapazität
--> Fördert Kreativität und Produktivität des Teams
  • Irrtumsausgleich
--> Verfügt über Informationen
--> Löst komplexe Probleme besser
--> Verhindert Expertenblindheit
  • Leistungswettbewerb
--> Fördert Solidarität
--> Aktionen zielen auf das Problem und nicht gegen Personen
  • Ohne Verlierer
--> Ermöglicht Mitbestimmung und
--> Delegation von Kompetenzen und Verantwortung
  • Führungs- und Entscheidungsinstrument
--> Entscheidungen werden durch Identifikation besser akzeptiert
  • Moderne Arbeitsform
--> Fördert Leistungsmotivation
--> Die Teammitglieder erreichen gemeinsam die gesteckten Ziele
--> Arbeitszufriedenheit
--> Schafft Vertrauen
--> Lässt "Wir-Gefühl" entstehen
  • Motor für Reformen und Systemveränderung
--> Durch höheres Durchsetzungsvermögen wird der Entwicklungsstand der Gesamtorganisation verbessert


Vor- und Nachteile von Teamarbeit

Vor- und Nachteile von Teamarbeit

  • Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile!
    Die Vorteile der Teamarbeit liegen klar auf der Hand:
    Teams können schnell reagieren und innovative Ideen und Lösungen schaffen, die einzelne Personen in dieser Form kaum leisten könnten. Durch das Bündeln unterschiedlicher Fachkompetenzen wird das gemeinsame Ziel erreicht.

Pro und contra Teamarbeit

  • Es gibt aber auch Nachteile.
    Die Entwicklung des Teams benötigt eine gewisse Vorlaufzeit und Erfahrung. Außerdem kann die enge Zusammenarbeit unter Leistungsdruck ein enormes Konfliktpotenzial zu Tage fördern. Sind die Konflikte zu stark oder werden dabei der Stimmung in der Gruppe wegen Kompromisslösungen erzielt, verliert das Team an Leistungsfähigkeit. Um in einem Team besser zu arbeiten als eine Einzelperson, muss man auch teamfähig sein.


  • Teste deine Teamfähigkeit.
    Nicht jede/r, die/der bei seinen Freunden und Bekannten beliebt ist und gerne neue Kontakte knüpft, ist automatisch teamfähig. Vielmehr kommt es auf wesentlich mehr an. Sollte man selbst nicht sicher sein, ob man wirklich "teamfähig" ist, hilft eine Fremdeinschätzung weiter.

    Im Gegensatz zu den Fach- und Persönlichkeitskompetenzen kann sich die Teamfähigkeit im Laufe der Teamarbeit jedoch leicht weiter ausprägen.

    Die Checkliste in dem unten zugänglichen PDF-Download dient zur Selbst- und Fremdeinschätzung. Drucke sie zweimal aus und bilde aus den erreichten Punkten der Selbst- und der Fremdeinschätzung den Mittelwert. Kommen bei einzelnen Punkten starke Abweichungen zwischen Selbst- und Fremdeinschätzung auf, sprich nochmals gezielt diesen Punkt an und finde ein gemeinsames Ergebnis.

    Liegt der gemittelte Wert deutlich im positiven Bereich, bist du ein Gewinn für jedes Team. Geht der Wert gegen Null oder ist negativ, musst du an diesem Punkt arbeiten und dir bewusst machen, wieso dieser Wert so ist und was man dagegen machen kann.

    => Fragebogen zur Teamfähigkeit (Achtung - neues Fenster!)


Zielsetzungen

Ziel von Teamarbeit

"Wer das Ziel nicht kennt, der kann den Weg nicht finden"

Ein gutes Team kann nur mit konkreten und ausformulierten Zielen Erfolge verzeichnen. Nur wenn jede/r im Team das Ziel kennt und gleichermaßen erreichen will, kann Teamwork funktionieren.

  1. Warum ist es wichtig, Ziele zu setzen?
    • Ohne Ziele gibt es keinen Plan.
    • Der Erfolg wird durch Ziele messbar.
    • Keine Messung von Zielen bewirkt Unzufriedenheit.
    • Klare Ziele schaffen Identifikation.
    • Das Team kann durch erfolgreiche Zwischenziele motiviert werden.
    • Jede/r weiß, was von ihm/ihr erwartet wird.
    • Man lernt sich einzuschätzen und Ideen zu entwickeln.
    • Ziele ermöglichen Rahmenbedingungen, um Fortschritte festzulegen.

  2. Zieldefinition
    Das Ziel besteht anfänglich aus einer Idee, einer Vision, die den zukünftigen Zustand kennzeichnet. Es beschreibt ein Ergebnis, welches zu erreichen wünschenswert, lohnend oder notwendig ist.

  3. Formale Anforderungen eines Zieles
    Es ist sinnvoll, sich beim Erarbeiten der Zieldefinition auf folgende 7-W-Fragen zu stützen:
    • WAS soll erreicht werden?
    • WIE VIEL soll erreicht werden?
    • WIE soll das Ziel erreicht werden?
    • WER soll das Ziel erreichen?
    • WANN soll das Ziel erreicht sein?
    • WO soll das Ziel erreicht werden?
    • WARUM soll das Ziel erreicht werden?

  4. Gesteckte Ziele ...
    • müssen also formuliert werden.
    • Die Gründe müssen genannt werden, warum wir sie erreichen wollen und wie.

      Ziele sind Antreiber jeglichen Handelns, sie sind Motivatoren, die den Leistungsgrad unserer Aktivitäten bestimmen. Je realistischer, klarer und eindeutiger die Ziele formuliert sind, desto größer ist die Aussicht, diese Ziele zu erreichen.

  5. Messbare Ziele
    Als allgemeiner Grundsatz gilt:
    Ein Ziel muss messbar und realistisch sein und schriftlich geplant werden!

Beispiel:
Nicht: "Wir werden versuchen, das Arbeitsklima im BR/PV-Team zu verbessern."

Sondern: "Als Teamziel wird definiert, das Arbeitsklima durch folgende Maßnahmen zu verbessern:
a) gemeinsam ein Teamtraining besuchen und
b) regelmäßigen Erfahrungsaustausch vereinbaren."

Der häufigste Fehler bei der Zielplanung besteht in einer ungenauen und nicht konkreten Formulierung gewünschter Ziele, weshalb der Weg zu diesen Zielen auch nicht gefunden werden kann.


SMART-Kriterien

Ziele müssen klar, eindeutig und messbar formuliert sein. Es hilft, bei der Formulierung der Ziele immer einen kontrollierenden Blick auf die SMART-Kriterien zu werfen:

Spezifisch-konkret
Ist das Ziel hinreichend präzise formuliert? Es ist also wichtig, erst einmal ein genaues Ziel zu definieren, damit man weiß, WAS, WARUM und WO es erreicht werden soll. Die Zielbestimmung darf aber auch nicht so prägnant sein, dass sie für innovative und kreative (überdachte) Lösungen keinen Platz mehr bietet.

Messbar
Woran kann ich erkennen, dass ich mein Ziel erreicht habe? Ziele müssen durch Zahlen, Daten und Fakten so konkretisiert werden, dass sie überprüfbar werden. So kann man sich schnell über den aktuellen Zielerreichungsgrad informieren.

Akzeptiert und gewollt
Kann ich die Zielerreichung weitgehend selbst beeinflussen? Ziele müssen so gesetzt werden, dass sie auch erreicht werden können. Die Akzeptanz von Methoden, Instrumenten, Neuerungen und Motivationssystemen entscheidet über den Erfolg.

Realistisch
Ist das Ziel anspruchsvoll, aber auch erreichbar? Ziele sollten so formuliert werden, dass von ihnen genügend attraktive Impulse zur Umsetzung in die Praxis ausgehen. Ziele dürfen weder zu hoch, noch zu tief angesetzt werden. Ziele sollen als motivierende Herausforderung erlebt werden, die Zielerreichung sollte sich also nicht "wie im Schlaf" erfüllen. Dennoch müssen die Ziele erreichbar sein, denn nur bei positiver Leistungsaktivität vermag die Zielerreichung Erfolgserlebnisse zu vermitteln. Der/die TeamleiterIn muss für eine Anpassung der Ziele und Rahmenbedingungen sorgen.

Terminiert
Sind klare Termine festgelegt? Zur konkreten Zielerreichung ist es wichtig, Termine festzulegen. Bei langfristigen Zielen ist es sinnvoll, konkrete Zwischentermine festzulegen, damit der eingeschlagene Weg rechtzeitig bestätigt oder korrigiert werden kann.


Checkliste: Team-Ziele

  1. Worin besteht das Ziel des BR/PV-Teams?
  2. Wer sind die Kunden des BR/PV-Teams?
  3. Welche besonderen Vorteile bietet dein BR/PV-Team seinen Kunden?
  4. Auf welche Weise trägt dein BR/PV-Team dazu bei, dass das Leben der „Kunden“, der KollegInnen befriedigender oder besser sein kann?
  5. Auf welchen Gebieten ist dein BR/PV-Team besonders gut oder anderen überlegen?
  6. Auf welche Weise ist dein BR/PV-Team einmalig?
  7. Worin besteht die zentrale Aufgabe deines BR/PV-Teams?
  8. Welche Probleme bzw. Aufgaben sollen durch die Tätigkeit deines BR/PV-Teams gelöst werden?
  9. Worin besteht der besondere Wert, den dein BR/PV-Team bietet?
  10. Wer soll von den Arbeitsergebnissen deines BR/PV-Teams profitieren?
  11. Was geschieht, wenn dein BR/PV-Team erfolgreich ist?
  12. Was geschieht, wenn dein BR/PV-Team nicht erfolgreich ist?
  13. Was ist die spezielle Stärke deines BR/PV-Teams?
  14. Wer wird besonders zufrieden sein, wenn dein BR/PV-Team erfolgreich ist?
  15. Wer wird sich bei einem Misserfolg deines BR/PV-Teams freuen?
  16. Mit welchen Teilzielen kann man an die Lösung der zentralen Aufgabe herangehen?
  17. Wie kann beurteilt werden, ob die einzelnen Arbeitsschritte erfolgreich sind?
  18. Wer spielt bei der Beurteilung der einzelnen Arbeitsschritte eine wesentliche Rolle?
  19. Woran kann das Team des BR/PV ablesen, ob die Qualität seiner Arbeit ausreichend ist?



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