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"Stahlo hat 450 Beschäftigte in Niederösterreich, davon sind 380 Arbeiter und Arbeiterinnen, sie produzieren Teile für Autokarosserien. 70 Personen sind in der Verwaltung tätig, also Angestellte.
In den 70er Jahren waren wir einer der bestorganisierten Betriebe mit fast 100 Prozent Gewerkschaftsmitgliedern. Im Moment sind nur mehr die Hälfte der Beschäftigten in der Gewerkschaft.
Ein Grund dafür ist, dass in den letzten Jahren viele langjährige Beschäftigte in Altersteilzeit oder in Frühpension gegangen sind. Sie wurden teilweise gar nicht nachbesetzt, oder es sind Leiharbeitskräfte stattdessen gekommen.
Von den jüngeren Beschäftigten, die noch nicht so lange dabei sind, sind nur wenige Gewerkschaftsmitglieder.
Seit der Organisationsgrad im Betrieb gesunken ist, ist es schwieriger geworden, die Menschen für gewerkschaftliche Themen zu interessieren und zu mobilisieren."

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"Wir waren von den Ergebnissen überrascht. Die Beschäftigten beurteilen die Gewerkschaft eher positiv und wenn sie nicht Mitglied sind, dann zum Teil auch deswegen, weil sie noch nie gefragt wurden. Das war bei ArbeiterInnen und Angestellten ziemlich dasselbe. Manche Leute haben allerdings ein besonders negatives Bild der Gewerkschaft, andere ein besonders positives.
Diejenigen mit dem besonders negativen Bild ließen sich nicht wirklich zu einer speziellen Gruppe zuordnen, waren aber hauptsächlich Nichtmitglieder. Die, die ein positives Bild haben, sind oft schon lange im Betrieb und sind auch bei jedem Betriebsausflug dabei. Sie könnten sich auch vorstellen, Mitglieder werben zu helfen.
Junge Leute haben zum Teil das Gefühl, die Gewerkschaft nicht zu brauchen. In den Gesprächen haben sie gesagt, dass sie ihre Angelegenheiten mit ihren Vorgesetzten sehr gut selbst regeln können. Von Kollektivvertragsverhandlungen und anderen Gewerkschaftsthemen hatten sie eher wenig Ahnung.
Die Befragung war für uns wichtig. Wir haben die Ziele der Werbeaktion und die Zielgruppen auf Basis ihrer Ergebnisse festgelegt."

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"Die so genannten alten Hasen, also alle, die schon lange Gewerkschaftsmitglieder sind, wollen wir mehr einbinden. Idealerweise sollen sie auch mit anderen Beschäftigten über die Gewerkschaft reden. Vielleicht können sie ja den einen oder die andere überzeugen!"

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"Wir hatten vor der Mitglieder-Werbeaktion von Werbung keine Ahnung. Also haben wir den VÖGB um Hilfe gebeten. Er hat für uns ein Rufseminar veranstaltet, bei dem es um Werbegespräche ging. Dabei haben wir einiges ausprobiert und bekamen Informationen, wie man so ein Gespräch angeht.
Außerdem haben wir mit den alten Hasen im Betrieb geredet. Einige haben versprochen, uns beim Mitgliederwerben zu helfen. Sie laden wir seither zu jedem WerberInnentreffen ein. Bei den WerberInnentreffen geht es darum, sich auszutauschen. Wenn jemand Hilfe braucht, versuchen wir das Problem im Team zu lösen oder fragen die Gewerkschaft."

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"Das Fest war ein voller Erfolg. Vor allem das Preisausschreiben hat den Leuten Spaß gemacht. Und alle, die bei der Werbeaktion mitgearbeitet haben, haben sich sehr gefreut über den Gutschein für ein Abendessen als Dankeschön.
Am Abend des Festes sind noch drei Leute Mitglieder geworden. Damit haben wir knapp aber doch die 70 Prozent erreicht."


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